Weitere Fördermöglichkeiten

Wir können an dieser Stelle das Spektrum der reichhaltigen Förderlandschaft in Sachsen, Deutschland und der Europäischen Union nur ausschnitthaft abbilden. Ein Anspruch auf Vollständigkeit besteht nicht. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

Förderprogramme

Die Sächsische Landesstelle für Museumswesen ist nicht für die institutionelle Förderung zuständig.

Bei der Förderung und Erhaltung der Museen im Freistaat Sachsen sind die Kulturräume wichtige Kooperationspartner. Es besteht bei einzelnen Kulturräumen die Möglichkeit, neben institutioneller Förderung auch Projektförderung zu beantragen. Bei Fragen hierzu wenden Sie sich bitte an Ihr zuständiges Kulturraumsekretariat beziehungsweise Kulturamt.

Der Freistaat Sachsen bietet vielfältige Unterstützung für gemeinnützige Museumsarbeit, Kulturvermittlung, Bildung und Forschung an. Zudem kann der spezielle Charakter Ihres Hauses dazu beitragen, für bestimmte Projekte von anderen Fachministerien beziehungsweise deren nachgeordneten Einrichtungen Unterstützung zu erhalten. Zur Recherche steht Ihnen die Fördermitteldatenbank Sachsen zur Verfügung.
FÖMISAX

Über die Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus zur Förderung von Heimatpflege und Laienmusik vom 9. Januar 2020 werden Projekte zur Heimatpflege und Heimatkunde (Sitten und Bräuche, Mundart, Kleidung, altes Handwerk und andere Formen der Volkskultur, Musik, Tanz) gefördert. Zentrale Antrags- und Bewilligungsbehörde für den Freistaat Sachsen ist die Landesdirektion Chemnitz.
Förderrichtlinie Heimatpflege/Laienmusik

Die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen engagiert sich im museumsrelevanten Bereich vor allem für die Förderung lebender sächsischer Künstlerinnen und Künstler sowie für Projekte (zum Beispiel Ausstellungen) im Bereich der aktuellen bildenden und darstellenden Kunst, Literatur und Musik. Alle Informationen zu den vielfältigen Förderschwerpunkten finden Sie auf der Website der
Kulturstiftung des Freistaates Sachsen

Die Kulturstiftung der Länder will die kulturelle Teilhabe möglichst vieler Menschen erhöhen. Zu ihren Kernaufgaben zählt daher insbesondere die Förderung des Erwerbs, des Erhalts, der Dokumentation sowie der Präsentation und Vermittlung von Kulturgut, das für das kulturelle Selbstverständnis und gesellschaftliche Zusammenleben der Menschen in Deutschland einen hohen Wert besitzt. Mit dem Förderprogramm KULTUR.GEMEINSCHAFTEN bringen die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und die Kulturstiftung der Länder darüber hinaus die Digitalisierung im Bereich der Kultur weiter voran: Kleinere, auch ehrenamtlich geführte Kultureinrichtungen und Projektträger werden bei der Entwicklung digitaler Angebote unterstützt.
Kulturstiftung der Länder

Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste fördert Projekte der Provenienzforschung. Antragsberechtigt sind alle öffentlich unterhaltenen Einrichtungen der Bundesrepublik Deutschland; Voraussetzung für einen Antrag sind in der Regel Verdachtsmomente auf im Nationalsozialismus verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut in den Beständen. Die beantragten Mittel können für die Schaffung von befristeten Forschungspersonalstellen, für Werkverträge, aber auch für Reisekosten oder Sachausgaben eingesetzt werden.

Für kurzfristige, einzelfallbezogene Rechercheprojekte von bis zu sechs Monaten Laufzeit und die Durchführung von Erstchecks – auch für den Bereich der Sammlungen mit kolonialen Kontexten – kann eine Vollfinanzierung des Projekts bis maximal 25.000 Euro beantragt werden. Bestandsprüfungen in kleinerem Umfang sind im Ausnahmefall ebenfalls förderfähig. Die Verlängerung eines Antrags ist nicht möglich. Anträge für kurzfristigen Forschungsbedarf können jederzeit eingereicht werden.

Für die langfristige, systematische Erforschung von Sammlungen und Beständen für eine Dauer von bis zu 24 Monaten kann ein Zuschuss zu den Projektkosten beantragt werden. Ein Antrag auf Verlängerung des Projekts ist möglich. Die Höhe des Eigenanteils sollte der Größe, der Trägerschaft und den finanziellen Mitteln des Antragstellers Rechnung tragen. Die Antragsfristen für langfristigen Forschungsbedarf enden zum 1. Januar und zum 1. Juni eines jeden Jahres.

Bei der Antragstellung unterstützen wir Sie gern gemeinsam mit dem Provenienzforschungsberatungsteam am Daphne-Projekt der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.
Deutsches Zentrum Kulturgutverluste

 

Speziell für Projekte kultureller Bildung hat Akquisos, der Informationsservice der Bundeszentrale für politische Bildung, eine Übersicht über Fördermöglichkeiten auf kommunaler Ebene und auf Landesebene sowie bundesweiter und EU-weiter Förderprogramme zusammengestellt. Das Recherche-Tool steht zur Verfügung auf der Website der
Bundeszentrale für politische Bildung

Für sein Vorhaben „Museum macht stark“ erhält der Deutsche Museumsbund als Projektpartner des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Rahmen der Förderinitiative „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ im Zeitraum von 2023 bis 2027 insgesamt 6 Millionen Euro. Ziel des Vorhabens ist es, Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 18 Jahren, die von Hause aus nur wenig mit dem Museum in Berührung kommen, mit den Angeboten dieser öffentlichen Einrichtung bekannt zu machen. „Museum macht stark“ ermöglicht es lokalen Bündnissen, Angebote im außerschulischen Bereich der kulturellen Bildung umzusetzen. Antragsfristen für die Jahre 2023 bis 2026 sind jeweils der 28. Februar, der 31. Mai und der 31. Oktober. Die Projekte können frühestens acht Wochen nach Antragsfrist starten. Alle weiteren Informationen sind abrufbar unter:
Museum macht stark

Die Bundesstiftung Aufarbeitung fördert Ausstellungen, Veranstaltungen, Publikationen und Medienangebote zu politischer Bildung und Wissenschaft, die sich mit den Ursachen, der Geschichte und den Folgen der kommunistischen Diktaturen auseinandersetzen oder die Gedenk- und Erinnerungskultur stärken. Ziel ist es, mit den geförderten Projekten möglichst viele Menschen in allen Teilen Deutschlands zu einer nachhaltigen und kritischen Auseinandersetzung mit Ursachen, Geschichte und den Folgen der deutschen Teilung, der SED-Diktatur sowie deren Verortung in den Diktaturen des 20. Jahrhunderts anzuregen und zur Gestaltung der deutschen Einheit beizutragen.
Bundesstiftung Aufarbeitung

Das Programm richtet sich an wissenschaftliche Informationsinfrastruktureinrichtungen wie Bibliotheken, Archive, Museen, Rechen- und Medienzentren. Ziel der Förderung ist die Digitalisierung und/oder Erschließung von Beständen und Sammlungen, die für die Forschung überregional von Bedeutung sind (Dokumente der handschriftlichen und gedruckten Überlieferung, nichttextuelle Objektsammlungen inklusive audio- und/oder visueller Medien und auch genuin digitale Daten, beispielsweise digitale Kunstwerke, digitale Nachlässe und Bilddatensätze).
Deutsche Forschungsgemeinschaft

Seit ihrer Gründung im Jahr 1983 fördert die Ernst von Siemens Kunststiftung den Erwerb von Kunstwerken sowie Restaurierungs-, Ausstellungs- und Publikationsprojekte. Darüber hinaus bietet die UKRAINE-Förderlinie der Ernst von Siemens Kunststiftung und der Hermann Reemtsma Stiftung durch die Übernahme der Personalkosten Unterstützung für öffentliche Museen und Sammlungen, wenn diese geflüchtete Wissenschaftler*innen und Restaurator*innen aus der Ukraine oder russische Wissenschaftler*innen und Restaurator*innen, die wegen ihrer Haltung zum Krieg in der Ukraine Russland verlassen müssen, einstellen. Die Geförderten müssen an kunsthistorischen Ausstellungen, Restaurierungen, Forschungsprojekten, Bestandskatalogen, Werkverzeichnissen oder öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen für und in den Einrichtungen tätig sein.
Ernst von Siemens Kunststiftung

Die PwC-Stiftung ist eine Initiative der Führungskräfte der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers Deutschland. Sie fördert bundesweit Projekte der ästhetischen Kulturbildung, im Bereich der darstellenden und bildenden Kunst, der Musik und der Literatur sowie neuer Medien, und der werteorientierten Wirtschaftsbildung für Kinder und Jugendliche.
PwC-Stiftung

Der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds hilft, Brücken zu bauen zwischen deutschen und tschechischen Bürgerinnen und Bürgern. Er fördert gezielt Projekte, welche die Menschen beider Länder zusammenführen und Einblicke in die Lebenswelten, die gemeinsame Kultur und Geschichte ermöglichen und vertiefen. Wichtig dabei ist, dass die Projekte deutsch-tschechische Themen aufgreifen und die Kultur beider Länder präsentieren. Auch die Umsetzung soll Hand in Hand durch beide Seiten erfolgen – und im Idealfall Wirkung in beiden Ländern entfalten.
Deutsch-Tschechischer Zukunftsfonds

Dieser interaktive Leitfaden informiert über die Finanzierungsmöglichkeiten, die der Kultur- und Kreativbranche in der Europäischen Union für die Jahre 2021 bis 2027 zur Verfügung stehen.
CulturEU

Speziell an den deutschsprachigen Raum richtet sich das Informationsportal des Creative Europe Desk KULTUR, eines Projekts der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V. Das Portal bietet eine Übersicht zu 13 Förderprogrammen der Europäischen Union, welche für den Kultursektor zugänglich sind.
Europa fördert Kultur

Erasmus+ finanziert Lernmobilität und Projekte der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit für zehn Millionen Europäerinnen und Europäer aus allen Altersgruppen und Gesellschaftsschichten. Dabei setzt es im Einklang mit der Vision des europäischen Bildungsraums noch stärker auf Inklusion und den grünen und digitalen Wandel. Der Jugendbereich heißt Erasmus+ Jugend. 2023 stehen in Deutschland für Erasmus+ Jugend Fördermittel in Höhe von 36,2 Millionen Euro zur Verfügung.
Erasmus+ Jugend

Wettbewerbe und Preise

Die Online-Ausgabe des „Handbuchs der Kulturpreise“, einem Service der ARCult Media GmbH Verlagsbuchhandlung für Kultur & Wissenschaft, bietet die Möglichkeit, Informationen zu Preisen, Ehrungen, Stipendien und anderen Förderprogrammen im Kultur- und Medienbereich zu recherchieren.
Handbuch der Kulturpreise

Der mit insgesamt 30.000 Euro dotierte Preis wird alle zwei Jahre vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus an nichtstaatliche Museen für beispielhafte Leistungen in der Museumsarbeit und der Profilierung der Sächsischen Museumslandschaft verliehen. Es werden jeweils ein Hauptpreis in Höhe von 20.000 Euro und zwei Spezialpreise für besondere Leistungen in einem Kernbereich der Museumsarbeit in Höhe von jeweils 5.000 Euro vergeben. Bewerben können sich nichtstaatliche Museen im Freistaat Sachsen als Einzelinstitutionen oder als Zusammenschluss. Die Preise werden auf Grundlage der Vorschläge einer unabhängigen Jury vergeben.

Der Hauptpreis 2021 ging an das Naturkundemuseum Leipzig, das damit besonders für die Entwicklung einer Konzeptstudie für den neuen Museumsstandort gewürdigt wurde. Die zwei Spezialpreise erhielten das Deutsche Stuhlbaumuseum Rabenau in Anerkennung der langjährigen ehrenamtlichen Arbeit und der Wirkung des Museums vor Ort sowie die Neue Sächsische Galerie in Chemnitz für ihre hervorragenden Vermittlungsansätze – traditionell wie auch innovativ – für zeitgenössische Kunst sowie die Bewahrung und Bearbeitung der sogenannten „Ostmoderne“.

Informationen zur Auslobung des Sächsischen Museumspreises 2023 werden zeitnah auf der Website des Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus sowie an dieser Stelle veröffentlicht.
Medieninformation Sächsischer Museumspreis 2021

Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus zeichnet alle zwei Jahre Bürgerinnen und Bürger aus, die sich durch außerordentliches ehrenamtliches Engagement im Kulturbereich des Freistaates Sachsen besonders verdient gemacht und wertvolle Beiträge zur sächsischen Kulturlandschaft geleistet haben.

Nachdem die Auszeichnung bis 2020 – im zweijährigen Wechsel mit dem Sächsischen Museumspreis – ausschließlich für den Bereich der Museen verliehen wurde, öffnete das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus die Ehrung im Jahr 2022 für weitere Kultursparten. Sächsische Kultureinrichtungen, Vereine, Freundeskreise und sonstige Einrichtungen und Organisationen können alle zwei Jahre Einzelpersonen vorschlagen, die freiwillig gemeinwohlorientierte Aufgaben und Arbeiten zur Förderung der sächsischen Kulturlandschaft unbezahlt oder gegen geringe Aufwandsentschädigung ausüben.
Medieninformation Auszeichnung „Ehrenamt in der Kultur 2022“

Der alle zwei Jahre vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus in Kooperation mit dem Landesverband Soziokultur Sachsen e.V. und der Johanna und Fritz Buch Gedächtnis-Stiftung ausgelobte Förderpreis widmet sich einem Teilaspekt des demografischen Wandels – dem Alter(n). Der mit 10.000 Euro dotierte Preis fördert die Umsetzung von Konzepten, die sich künstlerisch mit den Auswirkungen des zunehmenden Alterns in der Gesellschaft auseinandersetzen und dabei auf eine aktive Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger setzen.

Der Förderpreis 2022 stand unter dem Thema „Generationen“ und ging an die Kulturwerkstätten JohannesHof e.V. Bockendorf für ein generationenverbindendes Erzähl- und Theaterkonzept.
KunstZeitAlter

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