Barbara Uthmann 1514–1575. Eine erzgebirgische Unternehmerin im mitteleuropäischen Kontext
Dokumentation der Fachtagung der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen am 14. und 15. November 2014 in Annaberg-Buchholz
Barbara Uthmann gilt als Begründerin der erzgebirgischen Klöppelkunst. Sie war eine erfolgreiche Unternehmerin im 16. Jahrhundert, sowohl im Montanwesen als auch als Verlegerin im Textilhandel. Im 19. Jahrhundert setzte die Legendenbildung ein: Als „Wohltäterin und gütige Fee des Erzgebirges“ wurde sie 1870 in einem Artikel der „Gartenlaube“ gefeiert. 1886 wurde ihr ein Denkmal errichtet. Dieser Tagungsband vereint Forschungen aus unterschiedlichen Fachrichtungen mit Ergebnissen der Regionalforschung, um das Bild, das vergangene Zeiten von Barbara Uthmann geformt haben, kritisch zu prüfen. Einen Schwerpunkt bilden – neben den Bedingungen für frühneuzeitliche Unternehmerkultur in Sachsen – Fragen nach Art und Charakter der Textilien, die von Uthmann und folgenden Generationen verlegt wurden. Auch die Entwicklung des Spitzenklöppelns beiderseits des Erzgebirgskamms sowie die Rezeption von Barbara Uthmann bis heute werden beleuchtet.
Inhaltsverzeichnis
Herausgeber: Andrea Geldmacher, Katja Margarethe Mieth und Elvira Werner für Staatliche Kunstsammlungen Dresden – Sächsische Landesstelle für Museumswesen.
Erschienen 2017 im Verlag der Kunst, Husum, 260 Seiten, zahlreiche Abbildungen, Festeinband, 25 × 18 cm.
ISBN 978-3-86530-228-1. Zu beziehen über den Buchhandel für 24,95 Euro.